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Chronik

1800 bis 1910

Die heutige Goetheschule, katholische Grundschule der Stadt Hagen, Kirchstraße 9, hat ihre Wurzeln in der einstigen katholischen Volksschule der Gemeinde Boele, deren genaues Entstehungsdatum nicht mehr zu ermitteln ist, da alte Schulakten aus jener Zeit nicht vorhanden sind. Um 1800 wurde der Unterricht in einem Zimmer der Küsterei neben der Kirche abgehalten. Der Lehrer war zugleich Küster und Organist. Die wenigen Protestanten des Ortes nahmen bis zur Gründung einer eigenen evangelischen Kirchengemeinde im Jahre 1847 am Unterricht der katholischen Kinder teil.

Mit dem Bau der ersten Eisenbahn um 1849 in unserem Kreis entwickelten sich Industrie und Handel schnell, was eine rasche Zunahme der Bevölkerung zur Folge hatte.

Chronik in Sütterlinschrift

So wurde 1851 das erste Schulhaus für eine katholische Schule mit zwei Klassenzimmern neben der Kirche gebaut und ein zweiter Lehrer eingestellt. Die Schule wurde zweiklassig „bei vereinten Geschlechtern“ geführt, so liest man in der im Jahre 1896 begonnenen und in Sütterlinschrift abgefassten Schulchronik der Katholischen Volksschule Boele.

1862 erfolgte der Ausbau des Gebäudes und die Anstellung einer dritten, erstmals weiblichen Lehrkraft. Die Schule umfasste nunmehr 3 Klassen, wobei die Kinder der Mittel- und Oberklasse nach Geschlechtern aufgeteilt wurden. Die Unterklasse blieb eine „Sammelklasse“.

Mit der 1875/76 erbauten Knabenschule auf dem Kirchplatz erstellte man weitere Schulräume.

1870 bekamen die evangelischen Kinder ein eigenes Schulhaus neben der ev. Kirche an der Schwerter Straße.

1878 erfolgte mit der Einstellung einer 6. Lehrkraft die Trennung der Geschlechter in allen 3 Klassen. Ab 1891 konnte durch die weitere Einstellung einer Lehrkraft das Vierklassensystem bei Trennung der Geschlechter durchgeführt werden. Die katholische Volksschule bestand nun aus einer vierklassigen Knaben- und Mädchenschule mit bis zu 91 Kindern pro Klasse.
Um 1901 errichtete man wegen Überfüllung der Klassen ein drittes Schulhaus in der Kirchstr. 9, das 1910 einen Anbau erhielt und in dem sich noch heute unsere Grundschule befindet.

1945

Goetheschule um 1945

Bei ihrer Wiedereröffnung nach dem Krieg am 14.November 1945 wurde die Goetheschule als christliche Gemeinschaftsschule mit acht Klassen eingerichtet. Auch die Vinckeschule, deren beide Schulgebäude in der Schwerter Str. 126 durch Bomben zerstört bzw. stark beschädigt worden waren, bezog das 1901 erbaute und 1910 erweiterte Schulhaus der Goetheschule in der Kirchstraße 9.

 

 

1947

Am 7. Dezember 1946 wurden gemäß der Schulabstimmung in Hagen die Bekenntnisschulen wieder eingeführt. Somit bekam Boele nach Auflösung der christlichen Gemeinschaftsschule am 29. Mai 1947 drei Schularten: Die katholische Bekenntnisschule mit zehn Klassen, die dadurch die Bezeichnung „katholische“ Goetheschule erhielt, ferner eine evangelische Bekenntnisschule mit zwei Klassen und eine christliche Gemeinschaftsschule mit vier Klassen. Die katholische Goetheschule und die evangelische Vinckeschule blieben im Schulgebäude an der Kirchstraße 9. Die christliche Gemeinschaftsschule bezog das zweite, wieder instand gesetzte Gebäude der Goetheschule am Kirchplatz 17.

1968

Auf Grund der Schulreform in NRW vom 1. August 1968 wurde die Goetheschule erstmalig als katholische Grundschule für die Jahrgänge eins bis vier mit 411 Kindern in dem heutigen Schulgebäude geführt. Daneben wurden im Ort eine evangelische Grundschule und eine Hauptschule eingerichtet. Das Lehrerkollegium der Goetheschule zählte nur noch neun Mitglieder, von denen drei Lehrerinnen je zwei Klassen gleichzeitig führen mussten. Schulleiter war Willi Völlmecke, Konrektorin war Annemarie Huber.

1976

Schulfest auf dem Schulhof

Das erste Schulfest fand am 19. Juli 1976 statt. Auf Schulhof und Wiese lockten Buden zu Glücks- und Geschicklichkeitsspielen, die von den Eltern unter großem Einsatz selbst erstellt und betreut wurden. Die Kinder führten „folkloristische Tänze“ und Theaterstücke auf dem Schulhof vor. Die Besucher konnten sich in den Kaffeestuben stärken. Da das Schulfest bei allen Beteiligten großen Anklang fand, wurde es von nun an zu einem festen Bestandteil eines jeden Schuljahres.

1978

Auf Beschluss der Schulkonferenz wurde der Schulhof im Sinne einer „aktiven Pause“ mit Klettergerüsten, Hinkelkästchen, Sandkasten und Sitzecken umgestaltet. Gleichzeitig standen Pausenspielgeräte für die Klassen zur Verfügung.

1985

Auf dem Schulhof verabschiedeten sich die Klassen mit Tänzen, Liedern und Gedichten von dem langjährigen Schulleiter Willi Völlmecke. Die Eltern pflanzten ihm zu Ehren einen „Gedächtnisbaum“.

1986

Verabschiedung der Konrektorin Annemarie Huber am 18. Juli 1986 übernahm Frau Dörr diese Stelle

1988

Im Schuljahr 1988/89 mussten wegen fehlender Klassenräume zwei der zwölf gebildeten Klassen im Pavillon der Vinckeschule unterrichtet werden.

1989

Durch die große Anzahl der Lernanfänger verschärfte sich die Raumsituation weiterhin, so dass die Umsetzung des vierklassigen Pavillons der Hauptschule Boele zugesagt wurde. Am 7. August 1989 konnte er von vier Schulklassen bezogen werden.

Neubau des Pavillons

Der fertige Pavillon

 

 

 

 

 

 

1990

In den Sommerferien wurde ein Teil des Schulhofes mit neuen Spielgeräten ausgestattet.

1991

Der ausgebrandte Pavillon

Am 15. März 1991, dem Präsentationstag der Projektwoche, brach durch einen technischen Defekt in einem Klassenraum des Pavillons ein Feuer aus, das diesen vollständig zerstörte. Die anderen drei Räume wurden durch Rauch- und Rußentwicklung erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Zum Glück hielt sich niemand in dem Gebäude auf.
Zwei Klassen wurden in den leerstehenden Pavillon der Vinckeschule ausgelagert. Eine weitere Klasse wurde in einem Raum der Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss der Schule untergebracht, während die vierte Klasse den Medienraum nutzte. Die Renovierungsarbeiten waren zu Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen.

 

1993

Schule nach Dachausbau

Im Schuljahr 1993/94 wurden Dachgiebel und Fassaden des Schulgebäudes saniert. Nach der Hydrophobierung des Südgiebels klagten Lehrer und Schüler über Geruchsbelästigungen. Messungen in allen Klassenräumen an der Giebelseite führten dazu, dass diese geräumt werden mussten. Die 3 betroffenen Klassen wurden wieder einmal in der Vinckeschule untergebracht.
Die Rückführung aller Klassen zog sich bis Juni 1995 hin.

 

1995

20. Schulfestlogo

Die Goetheschule feierte ihr zwanzigstes Schulfest in Folge. Wegen der hohen Lernanfängerzahlen reichten die zur Verfügung stehenden Räume nicht aus. Diese Situation wurde noch verschärft, da ein Klassenraum zum Lehrer- und Lernmittelraum umfunktioniert werden musste. Zwei Klassen bezogen wieder einmal den Pavillon an der Vinckeschule. Anhaltende Raumprobleme veranlassten die Schulverwaltung, die Zügigkeit an unserer Schule auf drei Klassen pro Jahrgang zu begrenzen. Bis zum Schuljahr 1997/98 mussten allerdings noch zwei Klassen in der Vinckeschule untergebracht werden.

 

1996

Seit diesem Schuljahr bietet die Goetheschule als „verlässliche Schule“ in Zusammenarbeit mit FEIFS die Betreuung der Kinder zwischen 7:30 Uhr und 14:00 Uhr an.

1998

Am 1. Februar 1998 trat Sabine Schmidt als neue Konrektorin ihren Dienst an. Erstmals waren alle Jahrgänge dreizügig.

1999

Auf Initiative der Eltern fand am 20. April 1999 die Gründungsversammlung des Fördervereins der Goetheschule statt.
Der Computer hielt als neues Medium im Schuljahr 1999/2000 erstmalig Einzug in die Goetheschule.

2000

Weitere Computeranschaffungen und die Einrichtung eines Computerraumes folgten, so dass seit dem Schuljahr 2000/2001 eine Computer-AG für die vierten Klassen gebildet werden konnte.
Um den neuen Auflagen des Brandschutzes gerecht zu werden, wurde im Schuljahr 2000/2001 eine Außentreppe an der Südseite des Gebäudes während der Sommerferien errichtet.

2001

Am 6. April 2001 mussten wegen verschärfter Brandschutzbestimmungen weitere bauliche Veränderungen im Schulgebäude vorgenommen werden. Die Räume im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Hauptgebäudes durften nicht mehr genutzt werden. Die betroffenen Klassen wurden wiederum ausgelagert. Zur Verfügung standen der Pavillon an der Vinckeschule, Räume im neuen Gemeindezentrum und im Begegnungszentrum (BGZ) der Pfarrgemeinde St. Johannes sowie der Sitzungssaal der Bezirksvertretung Nord. Die FEIFS-Gruppe nutzte den kleinen Raum im Goethe-Pavillon.

Notverlegung der Klassen

 

 

 

 

 

 

Am 20. Dezember 2001 wurde der Schulleiter Horst Dieter Möllenberg feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

2002

Am 1. August 2002 wurde die Konrektorin Sabine Schmidt mit der Wahrnehmung der Schulleitung durch die Bezirksregierung Arnsberg beauftragt.

2003

Aus dem Kollegium bewarb sich Simone Brämer auf die Stelle als Konrektorin. Die Revision wurde am 20. Februar 2003 durchgeführt.
Erstmalig fand am 4. April 2003 ein Projekttag zum Namensgeber unserer Schule statt. Seit dem hat sich der „Goethetag“ im Schulleben fest etabliert.

1. Goethetag

 

 

 

 

 

 

2006

Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wurde die Goetheschule zur offenen Ganztagsschule (OGS). Da sich die Fertigstellung des dafür erforderlichen Pavillons auf dem Schulhof verzögerte, mussten die OGS-Kinder zunächst in den Räumen des Begegnungszentrums der St. Johannes-Gemeinde betreut werden.

2007

Nach den Osterferien 2007 war der OGS-Pavillon bezugsfertig. So stellen sich die Gebäude der Goetheschule im Mai 2007 dar:

Anbau der OGS

Anbau der OGS und Eingang der Schule

Auffahrt zur Schule von der Kirchstraße

Kletterspinne

 



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